Unterstützung

 

Die Druckabschottung kann nicht die volle Höhe des Ofens (3 m) füllen. Der Raum unter der Druckabschottung muss während des Tests mit einer geeigneten Wand abgeschlossen werden: der 'Unterstützungskonstruktion'. Dies kann eine 'standardmäßige' biegeschlaffe oder steinartige Wand oder eine spezifische Wand sein, beispielsweise eine mobile Systemwand. Dabei wird vorzugsweise mit einer solchen Unterstützungskonstruktion getestet, dass die Ergebnisse des Tests möglichst breit anwendbar sind. Aus den Testnormen kann pro Fall abgeleitet werden, welche Art von Unterstützungskonstruktion bevorzugt wird.

In der Praxis steht unter dem Bandraster für gewöhnlich eine mobile Systemwand oder eine leichte Trennwand. Wenn die Untersuchung mit einem bestimmten Typ 'Standardwand' unter dem Bandraster ausgeführt wird, ist das Ergebnis auch für andere Wände desselben Typs (und derselben Feuerbeständigkeit) anwendbar. Eine Wand bestehend aus (detailliert beschriebenem) Stil- und Regelwerk aus Metall mit an beiden Seiten Gipskartonplatten gilt dabei als Standardwand für leichte, biegeschlaffe Wände. Mit anderen Worten: wenn eine derartige Wand beim Brandtest verwendet wird, ist das Ergebnis auch gültig, wenn die Druckabschottung später über einer anderen .biegeschlaffen Wand verwendet wird. Dies darf auch eine Systemwand sein. Umgekehrt gilt eine Systemwand nicht als Standardwand, wenn die Druckabschottung in Kombination mit einer Systemwand getestet wurde. Dann ist das Ergebnis nur in Kombination mit dieser spezifischen Systemwand gültig.

Steinartige Wände werden während eines Brandtests häufig mittels Gasbetonblöcken realisiert. Das Ergebnis ist dann im Allgemeinen auch für dickere und/oder schwerere steinartige Wände gültig. Eine steinartige Wand verformt sich während der Erhitzung nicht oder kaum (in jedem Fall erheblich weniger als eine leichte Trennwand) und wird überdies das Bandraster kühlen. Das Ergebnis eines Brandtests mit einer Druckabschottung über einer steinartigen Wand ist folglich nicht für dieselbe Druckabschottung über einer biegeschlaffen Wand gültig. Da eine Druckabschottung im Allgemeinen nicht über einer steinartigen Trennwand verwendet werden wird, ist ein derartiger Test weniger naheliegend.

Zusammenfassend: Wenn über einer 'standardmäßigen' Metallstudkonstruktion gemäß der Beschreibung in den europäische Prüfungsnormen getestet wurde, ist das Ergebnis auch bei Verwendung in Kombination mit anderen leichten Trennwänden gültig, unter der Voraussetzung, dass diese zumindest dieselbe Feuerbeständigkeit aufweisen. Ein so erzieltes Ergebnis kann folglich auch in Kombination mit einer mobilen Systemwand gültig sein. Umgekehrt ist dies nicht der Fall: wenn eine Druckabschottung über einem bestimmten Typ einer mobilen Systemwand getestet wurde, ist das Ergebnis des Tests ausschließlich für diese Situation gültig.

So ist ein Test in Kombination mit einer steinartigen Unterstützung (Gasbeton, Kalksandstein usw.) nur in Kombination mit einer solchen Wand gültig. Das Ergebnis einer Druckabschottung, getestet über einer Gasbetonwand, ist also über einer leichten Trennwand, wie beispielsweise einer Metallstudwand nicht gültig. Dies hängt mit dem unterschiedlichen Verhalten der diversen Materialien zusammen. Eine steinartige Wand verformt sich bei Erhitzung nicht oder kaum, eine leichte Trennwand dahingegen verformt sich für gewöhnlich erheblich.

Quelle : Peutz  C 1395-1-RA-002