Einbaudetails

 

Eine zu untersuchende Konstruktion muss im Prinzip so viel möglich gemäß der Anwendung in Wirklichkeit eingebaut werden. Dies betrifft in diesem Fall sowohl die Randanschlüsse und die Aufhängung als auch die Wand, die unter der Druckabschottung steht. Konkret bedeutet dies, dass die Höhe der zu untersuchenden Druckabschottung (mindestens) gleich sein muss wie die maximale Größe in der Praxis. Auch die Aufhängung des Bandrasters muss mit der Praxis übereinstimmen.

Wichtig ist auch, dass die Anschlüsse der Druckabschottung auf den umringenden Konstruktionen der Wirklichkeit entsprechen. Dies gilt auch für das Detail, das für gewöhnlich mit einem Bandraster realisiert wird. Da das Bandraster mitbestimmend für das Ergebnis der Untersuchung sein kann, muss die Druckabschottung während des Brandtests im selben Bandrastertyp montiert sein wie in der Praxis. Wenn während des Brandtests zur Beschränkung der Temperatur des Bandrasters Gipsstreifen oder ähnliches im Bandraster angebracht sind, müssen diese auch in der Praxis verwendet werden.

Das Bandraster muss in der Praxis auf vergleichbare Art und Weise verwendet werden wie dies beim Test der Fall war. In der Praxis steht die Trennwand für gewöhnlich unter dem Bandraster, siehe nachfolgende Abbildung 3.1.


f3.13.1Druckabschottung mit Bandraster über Trennwand.

In dieser Situation wird die Seite des Bandrasters der Hitze des Brandes ausgesetzt, was auch in der Praxis nach dem Wegfallen der Decke der Fall ist.

Die Belastung der Konstruktion ist damit größer als wenn während des Tests Teile des Bandrasters abgeschirmt sind, beispielsweise durch Streifen der Beplattung der darunter stehenden Wand, die über das Bandraster hinausragen, siehe Abbildung 3.2.


f3.2   Bandraster abgeschirmt

Wenn der Test mit durchlaufender Beplattung ausgeführt wurde, gemäß der Darstellung in Abbildung 3.2,dann ist das Ergebnis nur für diese Situation gültig. Das Ergebnis eines Tests mit Einbau gemäß Abbildung 3.1ist für beide Situationen gültig, weil hierbei unter etwas schwereren Bedingungen getestet wurde.


Quelle : Peutz  C 1395-1-RA-002